| Das Hannoversche Wochenblatt hat über den Leine-Kies
berichtet und die Initiative vorgestellt. Der ganze Artikel kann als PDF
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Gibts bald „Leine-Kies“?
Initiative will in Hannover „Regionalgeld“ einführen
HANNOVER (ab). In den vergangenen fünf Jahren haben so genannte Regionalwährungen
einen regelrechten Boom in Deutschland erlebt. In 16 Regionen Deutschlands sind
die inoffiziellen Währungen mit so klangvollen Namen wie „Chiemgauer“, „Sterntaler“
oder „Bürgerblüte“ in Umlauf. Weitere 49 könnten in naher Zukunft dazukommen.
Auch in Hannover hat sich eine Initiative zusammengefunden, die eine eigene
Währung für die Region einführen will. Eine Reaktion auf den ungeliebten Euro?
Nein, behauptet der Vorsitzende der Initiative, Marcus Schwarz. Tatsächlich
sei aber die wirtschaftliche Situation in Deutschland ein Grund für die Initiative.
Seit zwei Jahren arbeitet der harte Kern des Leine-Kies e.V. an den Grundsätzen,
die für das Projekt gelten sollen. Ziel des Regiogeldes ist die Belebung der
heimischen Wirtschaft.
Taler, Du musst wandern ...
Regionalgeld als Werbung für Betriebe und Mittel zur Kundenbindung
Wer LeineKies besitzt, muss diesen in der Region ausgeben und unterstützt damit
die ansässigen Gewerbe. Jeder Betrieb kann selbst Scheine ausgeben und verpflichtet
sich dazu, diese wieder einzulösen, wenn ein Kunde damit bezahlen will. Dabei
soll nur ein kleiner Anteil des Umsatzes in LeineKies gemacht werden, zusätzlich
zum normalen Euro-Geschäft. „Stellen Sie sich vor, Sie erhalten beim Einkauf
eine Bonus- Karte von Galeria Kaufhof. Die Bonuspunkte können Sie dann aber
in einem anderen Geschäft Ihrer Wahl wieder einlösen“, erklärt Marcus Schwarz
das Prizip, „das wollen wir mit dem LeineKies erreichen.“ Bis das Geld in ausreichendem
Umfange zirkuliert und von genügend Stellen angenommen wird, wird es den Betrieben
allerdings Kosten und Aufwand verursachen. Die Geschäftsinhaber sollen durch
eigene Werbung auf der Rückseite der Gutscheine dafür entschädigt werden. „Die
Betriebe können so Werbung machen und eine Schwarz. Bisher gibt es noch keine
Gewerbetreibenden, die den LeineKies annehmen. „Wir kommen gerade jetzt in die
Phase der Akquisition und wollen auf die Betriebe zugehen“, sagt Schwarz. „Wir
freuen uns über jeden, der mithelfen und organisieren will.“ Wenn es gut läuft,
könnte schon im Sommer der erste LeineKies von Hand zu Hand gehen. Einen konkret
geplanten Einführungstermin gibt es aber noch nicht. Mehr Information dazu unter
www.leine-kies.de E-Mail: info@leine-kies.de